„Wir können nicht nicht Medienpädagogik betreiben.“ (Ch. Doelker)

Das Zitat des Schweizer Kommunikationswissenschaftlers Christian Doelker spiegelt die Studienergebnisse der gängigen Medienforschungen sehr treffend wider. Wenn wir die Ergebnisse der KIM/JIM-Studien des Forschungsverbandes Süd-West betrachten, wird unmissverständlich deutlich, dass das Smartphone die Kinderzimmer und den Lebensalltag erreicht hat. Vielmehr noch werden die Geräte der neuesten Generation zu ALL-IN-ONE-Produkten und vereinen MP3-Player, Diktiergerät, Digitalkamera.

Während die 1st-level-skills, also die Fähigkeiten zur Gerätebedienung, bei Kindern und Jugendlichen sehr ausgeprägt sind, werden jedoch Defizite bei den 2nd-level-skills attestiert. Im reflektierten Umgang mit den modernen Medien sollen daher unseren Schülerinnen und Schülern die notwendigen Kompetenzen für einen verantwortungsvollen Gebrauch mit auf den Weg gegeben werden. Hier setzt das Konzept des Medienführerscheins an unserer Schule an. Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass sie Informationen aus der Hand geben, über die sie später nicht mehr verfügen können. Darüber hinaus spielt die richtige Einordnung von Netzinhalten und Quellen eine große Rolle. Aus lebensnahen Beispielen, aktuellen Berichten des Tagesgeschehens und nachvollziehbaren Kritikpunkten können sich die Heranwachsenden ihre eigene Meinung ausbilden und daraus sinnvolle Handlungsstrategien entwickeln.

 

 

Wie wird der Medienführerschein am Gymnasium Grünwald umgesetzt?

In den Jahrgangsstufen fünf bis neun werden je zwei Stunden mit medienpädagogischen Themenschwerpunkten behandelt. Diese Stunden finden im Rahmen des Vertretungsstundenkonzeptes der Schule statt.

 

Welche thematischen Schwerpunkte werden gesetzt?

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